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Nullartikel

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Der Nullartikel bedeutet, dass vor einem Nomen kein Artikel steht. In bestimmten Situationen wird der Artikel weggelassen, obwohl im Deutschen normalerweise ein Artikel verwendet wird.

Wann benutzt man den Nullartikel?


1. Bei Berufen, Nationalitäten und Religionen (ohne Adjektiv)
Wenn ein Nomen ohne zusätzliche Beschreibung steht, wird kein Artikel verwendet.

  • Sie ist Lehrerin. (Aber: Sie ist eine ausgezeichnete Lehrerin.)
  • Er ist Italiener. (Aber: Er ist ein stolzer Italiener.)
  • Mein Onkel ist Buddhist. (Aber: Er ist ein überzeugter Buddhist.)

2. Bei Material- und Sammelbegriffen (ohne Mengenangabe)
Materialien und unzählbare Stoffe stehen oft ohne Artikel. Aber wenn es sich um eine bestimmte Sache handelt, dann wird der Artikel trotzdem verwendet.

  • Wasser ist wichtig für das Leben. (Aber: Das Wasser im Glas ist kalt.)
  • Gold ist wertvoll. (Aber: Das Gold dieser Münze ist besonders rein.)

3. Bei abstrakten Begriffen (oft im Singular)
Abstrakte Begriffe wie Liebe, Freiheit oder Glück stehen meist ohne Artikel. Es sei denn, sie werden weiter beschrieben.

  • Geduld ist wichtig. (Aber: Die Geduld des Lehrers war beeindruckend.)
  • Musik macht glücklich. (Aber: Die Musik dieses Orchesters ist wunderschön.)

4. Bei Pluralnomen mit unbestimmtem Sinn
Wenn über eine unbestimmte Menge gesprochen wird, entfällt der Artikel im Plural. Es sei denn, sie werden weiter beschrieben.

  • Kinder spielen auf der Straße. (Aber: Die Kinder meiner Schwester sind krank.)
  • Autos sind teuer. (Aber: Die Autos dieser Marke sind besonders schnell.)

5. In festen Wendungen und Redewendungen
Viele Ausdrücke im Deutschen stehen ohne Artikel.

  • Er ist außer Atem.